Aufforstung

Damit langfristig ein wirksamer Laubmischwald entstehen kann, sind die nachfolgenden Schritte notwendig.

Bodenvorbereitung und Einzäunung

Noch bevor mit den Pflanzungen begonnen werden kann, ist eine Einzäunung der gesamten vorgesehenen Aufforstungsfläche unumgänglich. Die jungen Baumpflanzen stehen bei vielen Tierarten gerne auf der Speisekarte und müssen dementsprechend durch eine Einzäunung geschützt werden.

Nach der Bodenvorbereitung erfolgt die Pflanzung. Dazu werden 7.000 bis 8.000 Setzlinge auf jeden Hektar halbmaschinell gepflanzt. Durch diese hohe Anzahl an Bäumen wird erreicht, dass das Baumwachstum primär in die Höhe und nicht in die Breite stattfindet. Bei den Lichtbaumpflanzen, wie zum Beispiel der Eiche, unterstützt diese enge Bepflanzung zusätzlich auch den Prozess der „Selbstreinigung.

Wachstum und Pflege in der Jugendphase (Erstes bis fünftes Jahr)

Im ersten Jahr findet der Anwuchs statt. Ein deutlicher Zuwachs ist noch nicht zu beobachten. Ab dem zweiten Jahr sind die Jungpflanzen akklimatisiert und es erfolgt ein teils kräftiger Wachstumsschub. Um ein optimales Wachstum zu erreichen, ist zusätzlich eine jährliche Pflege erforderlich. Dazu muss die Begleitflora (Gräser, Sträucher usw.) reduziert oder entfernt werden. Das geschieht zum Beispiel durch mähen. Der Baum wird dadurch freigestellt und erhält guten Zugang zu Licht und Wasser. Zum Ende des Jungbaumstadiums haben die Bäume dann je nach Baumart eine Höhe von ca. 2 bis 4 m erreicht.

Läuterung innerhalb der Blühphase (ab dem fünften Jahr)

Der Begriff Läuterung (Dickungs- und Gestängepflege) steht für alle Pflegemaßnahmen nach Abschluss der Jungendphase. Dieses ist die gezielte Entfernung von allen überflüssigen, schlecht geformten (zwieselwüchsig, krumm oder grobastig), kranken oder schädlichen Bestandsgliedern des Baumes. Ziel hierbei ist, möglichst viele gute Stämme durch die Entnahme der schlechten zu fördern.