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Die Simpleshow erklärt Evers-ReForest!

Kinospot zum Jahr der Wälder 2011

Dünen bei Kattbek


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  • Dünen bei Kattbek

    Rund acht Hektar des insgesamt etwa 152 ha großen Flora-Fauna-Habitat-Gebietes (FFH-Gebiet) „Dünen bei Kattbek“ wurden dem „Naturschutzverein Altenkattbek e.V.“ zur Pflege bereitgestellt. Das FFH-Gebiet ist bodenkundlich durch große Sanderflächen des Weichsel-Glazials gekennzeichnet. Nacheiszeitlich hat sich eine Binnendünen-Heidemoorlandschaft mit bodensauren Wäldern und kleineren Moorbereichen in flachen Senken entwickelt.

    Pfeifengras, Moorbirken, verschiedene Moor- und Sandheidegesellschaften, sowie Waldbereiche mit Eichen bilden den Hauptbestandteil der Vegetation. Die Dünenbereiche sind als nährstoffarme Magerlebensräume von landesweiter Bedeutung und sind insbesondere aufgrund des Vorkommens von Feuchtheiden und Borstgrasrasen besonders schutzwürdig. Die Torfnutzung auf den Hochmoorflächen ist bereits seit langem aufgegeben worden, vereinzelt finden sich jedoch noch Torfstiche mit scharfen Abbruchkanten, in denen sich jahreszeitlich bedingt Wasser sammelt.

    Ziel der Ausweisung als FFH-Gebiet ist die Erhaltung bzw. Wiederherstellung der vorherrschenden Vegetation. Ein Großteil der Fläche zählt zu dem Lebensraumtyp „geschädigte Hochmoore“. Außerdem finden sich „Sandheiden mit Calluna und Genista“, „artenreiche Borstgrasrasen“ und „bodensaure Eichenwälder“. Zum Erhalt dieser Lebensräume müssen die Flächen vor der Besiedelung mit Gehölzen, vor allem durch standortfremde Baumarten, wie die Spätblühende Traubenkirsche (Prunus serotina), und der Verdrängung von lichtliebenden Arten geschützt werden.

  • Engagement der Evers-ReForest

    In diesem Gebiet müssen zunächst die verschiedenen Lebensräume erhalten werden, um auch die Artenvielfalt (Biodiversität) erhöhen zu können. Die Heideflächen und Borstgrasrasen werden hier durch das vorherrschende Pfeifengras stark bedrängt. Dieses bildet in ihrem Wuchs starke Bulte aus und erhöht durch große Mengen pflanzlichen Materials den Nährstoffgehalt. Gleichzeitig droht die gesamte Fläche von den Randbereichen ausgehend zu verbuschen. Durch Gehölzstrukturen in den Binnendünen werden die darunter liegenden Pflanzen zu sehr beschattet, weiterhin kommt dadurch ein noch höherer Pflanzeneintrag hinzu. Um Heideflächen und Borstgrasrasen erhalten zu können, müssen Pfeifengras und junge Bäume hier aktiv entfernt werden. Die Evers-ReForest und Evers-Frank-Gruppe unterstützt den Naturschutzverein Altenkattbek e.V. durch aktive Mitarbeit. Hierzu zählt zum Beispiel das systematische Entfernen von Pfeifengras. Unter biologischer Fachbegleitung werden verschiedene manuelle und technische Methoden getestet, um die notwendigen Grundlagen für die rasche Ausbreitung der ursprünglichen Heidevegetation zu ermöglichen.

    Außerdem muss langfristig über eine Beweidung durch Schafe zum Erhalt der Heidekräuter nachgedacht werden.

    Eine weitere Bedrängung der natürlichen Vegetation stellt die Nordamerikanische Traubenkirsche (Prunus serotina) dar. Sie wurde in den 50er Jahren in Europa eingeführt, ist schnellwüchsig und breitet sich rasch aus. Um diese Art effektiv zu bekämpfen, muss der Jungwuchs über mehrere Jahre hinweg regelmäßig entfernt, und möglichst alle potentiellen Mutterbäume entnommen werden.

  • Definition Biodiversität

    Biodiversität bedeutet übersetzt "Vielfalt des Lebens"; der Begriff kann jedoch auf verschiedenen Ebenen angewendet werden. Er kann sowohl die genetische Vielfalt innerhalb einer Population bezeichnen als auch den Grad des Artenreichtums in einem bestimmten Habitat.

    Weiterhin wird damit in einem allgemeinen Zusammenhang der gesamte Artenreichtum auf der Erde bezeichnet, besonders in der Öffentlichkeit und den Medien, wenn es um die Bedrohung der Artenvielfalt durch den Menschen und den Klimawandel geht (ob nun durch menschliche Einflüsse oder langfristige natürliche Klimaveränderungen).

    Folgende Vorgabe des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) wurde im Oktober 2010 zum Thema Biodiversität veröffentlicht:

    Die konkreten Ziele der nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt gelten ab sofort und sollen – je nach Ziel – 2010, 2015, 2020 oder – wie in einem Fall – 2050 erreicht sein.

    Bis 2020 etwa soll sich der Anteil der Wälder, die sich natürlich entwickeln können, von derzeit einem Prozent auf fünf Prozent erhöhen.

    Hintergrund: Auf der Roten Liste der bedrohten Arten stehen vor allem solche Tiere, Pflanzen und Pilze, die auf die natürlichen Prozesse in Wäldern angewiesen sind.

    Weitere Ziele bis 2020 lauten:

    • Die meisten Arten auf der Roten Liste sollen mindestens eine Stufe weniger gefährdet sein. Zum Beispiel soll ein Tier, das heute „vom Aussterben bedroht“ ist, dann nur noch als „stark gefährdet“ gelten.
    • Moore, Wälder und andere Landlebensräume sollen zehn Prozent mehr Kohlendioxid (CO2) aufnehmen können als heute. Dazu werden sie renaturiert, etwa indem das entzogene Wasser in Moore zurückkehren darf (Wiedervernässung).
    • Unsere Städte und Siedlungen sollen so viele Grünflächen erhalten, dass alle Bürgerinnen und Bürger mindestens eine der Flächen zu Fuß erreichen können.