Bäume sind lebende Organismen, Holzgewächse, die aus Wurzel, Stamm und Ästen bestehen. Bäume sind sehr weit entwickelte Pflanzen und gehören dabei zu den größten Organismen. Das Baumleben ist bestimmt von verschiedenen Stoffwechselvorgängen, die in den einzelnen Zellen stattfinden. Diese sind in den Ruhephasen (Winter) stark herabgesetzt.
Während der Vegetationszeit führen die Stoffwechselvorgänge zu entsprechenden Wachstumsvorgängen. Diese besonderen Eigenschaften von Bäumen bestehen somit aus dem Zusammenspiel von Wachstum und Stoffwechsel. Mit Hilfe des Blattfarbstoffes wird dabei Licht aufgenommen und in für den Baum nutzbare Energie und andere Stoffwechselprodukte umgewandelt.
Weiterführende Informationen finden Sie unter CO2‐Kompensation bei Wikipedia.
Die Entwicklungsphasen sind Einteilungen nach Wachstum, Alter und dem Lebenszyklus eines Baumes. Die Entwicklung und Einteilung beginnt mit der Keimung und endet mit dem Absterben des Baumes. In jeder dieser Entwicklungsphase ändern sich die Ansprüche von Bäumen.
Die Jungbaumphase ist das 1. bis 5. Standjahr. Ab dem 5. bis zum ca. 80. bis 100. Standjahr je nach Baumart, spricht man von erwachsenen Bäumen. Das natürliche Höchstalter beginnt ja nach Baumart bei Birken mit ca. 100 Jahren, Ahorn erreicht ca. 200 Jahre, Buchen ca. 300 Jahre und Linden und Eichen erreichen 400‐800 Jahre. Das Höchstalter einzelner Exemplare von heimischen Laubbäumen liegt über 1.000 Jahren.
1. Die Jungbaumphase (Jugendphase)
Als Jugendphase bezeichnet man die Lebenszeit des Baumes bis zur Geschlechtsreife. Dies ist die Zeit, in der ein Baum in Städten normalerweise gepflanzt wird. Nach dieser Anwachsphase hat der Baum ein starkes Wachstum.
Er versucht viel Licht aufzunehmen, um es in notwendige Energie umzuwandeln. Damit baut der Baum seine Krone auf und dehnt sich in dem ihm entsprechend zur Verfügung stehenden Raum aus. Auf Verpflanzungen kann der Baum in dieser Phase noch relativ gut reagieren.
2. Der erwachsene Baum (Blühphase)
Diese Phase wird insbesondere von weiterem starkem Wachstum geprägt. Der Baum erreicht auch seine maximale Endhöhe. In dieser Phase ist der Baum vital und baut eine entsprechende stabile Krone auf.
Je nach der Baumart besteht eine hohe Reaktionsfähigkeit und der Baum kann sich an entsprechende Umgebungsveränderungen noch gut anpassen. In dieser Phase verliert er aber bereits die ersten Äste, die nicht genug Licht bekommen und somit keine Funktion mehr haben.
3. Der Altbaum (Alterungsphase)
Ein Altbaum befindet sich in der letzten Lebens‐ oder Entwicklungsphase. Die Trieblängen‐ und der Stärkenzuwachs, sowie das Potential auf entsprechende Umweltveränderungen zu reagieren, nehmen ab. Der Altbaum konzentriert sein Wachstum darauf, die schwer gewordenen Kronenteile zu halten oder Schäden auszugleichen.
Nachlassende Stabilität oder abnehmende Bruchfestigkeit werden durch lokalen „Reparaturanbau" (Wülste, lokal verstärktes Dickenwachstum) ausgeglichen. Mit zunehmendem Alter nimmt bei vielen Baumarten auch die Versorgung des oberen Kronenbereichs ab.
Weiterführende Informationen finden Sie unter Baum und Wald bei Wikipedia.
Förderung der Waldentwicklung im Rahmen der Evers‐ReForest‐Projekte. Damit langfristig ein wirksamer Laubmischwald entstehen kann, sind die nachfolgenden Schritte notwendig, deren Ausführung die Evers‐ReForest‐Projekte sicherstellen.
Noch bevor mit den Pflanzungen begonnen werden kann, ist eine Einzäunung der gesamten vorgesehenen Aufforstungsfläche unumgänglich. Die jungen Baumpflanzen stehen bei vielen Tierarten gerne auf der Speisekarte und müssen dementsprechend durch eine Einzäunung geschützt werden.
Bodenvorbereitung erfolgt die Pflanzung. Dazu werden 7.000 bis 8.000 Setzlinge auf jeden Hektar halbmaschinell gepflanzt. Durch diese hohe Anzahl an Bäumen wird erreicht, dass das Baumwachstum primär in die Höhe und nicht in die Breit stattfindet. Bei den Lichtbaumpflanzen, wie zum Beispiel der Eiche, unterstützt diese enge Bepflanzung zusätzlich auch den Prozess der „Selbstreinigung".
Im ersten Jahr findet der Anwuchs statt. Ein deutlicher Zuwachs ist noch nicht zu beobachten. Ab dem zweiten Jahr sind die Jungpflanzen akklimatisiert und es erfolgt ein teils kräftiger Wachstumsschub. Um einen optimalen Wachstum zu erreichen, ist zusätzlich eine jährliche Pflege erforderlich. Dazu muss die Begleitflora (Gräser, Sträucher usw.) reduziert oder entfernt werden. Das geschieht zum Beispiel durch mähen. Der Baum wird dadurch freigestellt und erhält guten Zugang zu Licht und Wasser. Zum Ende des Jungbaumstadiums haben die Bäume dann je nach Baumart eine Größe von ca. 2 bis 4 m Höhe erreicht.
Der Begriff Läuterung (Dickungs‐ und Gestängepflege) steht für alle Pflegemaßnahmen nach Abschluss der Jungendphase. Dieses ist die gezielte Entfernung von allen überflüssigen, schlecht geformten (zwieselwüchsig, krummoder grobastig), kranken oder schädlichen Bestandsgliedern des Baumes. Ziel hierbei ist es, möglichst viele gute Stämme durch die Entnahme der schlechten zu fördern.

Die Photosynthese ist wichtigste und bedeutsamste chemische Reaktion in der Natur, von der das gesamte Leben auf der Erde abhängt. Dabei ist sie die einzig bekannte Reaktion, bei der organische Stoffe aus rein anorganischen Stoffen in großen Mengen aufgebaut werden.
Die Photosynthese liefert Zucker und Stärke. Die daraus hergestellten Eiweiße und Fette dienen Tieren und Menschen als Nahrungsmittel. Damit wird die Lebensenergie für alle Lebewesen geliefert.
Die Photosynthese wandelt Sonnenenergie in chemische Energie um und legt sie in organischen Verbindungen (Zucker und Stärke) fest. Dabei werden von den Bäumen CO2, Licht als Energiequelle, Chlorophyll (Blattgrün) als Lichtenergieabsorber und Wasser benötigt.
Allgemeine Informationen zur Photosynthese und der Kompensation von Kohlendioxid finden Sie hier (Wikipedia zu Photosynthese).
Die im Rahmen der Evers‐ReForest‐Projekte gepflanzten Bäume bilden in ihrer Summe einen Laubmischwald. Dieser besteht aus verschiedenen Laubbaumarten, die eine jeweils spezifische CO2‐Kompensation leisten.