Dünen bei Kattbek

Die Evers-ReForest und Eversfrank Gruppe unterstützen den Naturschutzverein Altenkattbek e.V. durch aktive Mitarbeit. Unter biologischer Fachbegleitung werden verschiedene manuelle und technische Methoden getestet, um die notwendigen Grundlagen für die rasche Ausbreitung der ursprünglichen Heidevegetation zu ermöglichen.

Rund acht Hektar des insgesamt etwa 152 ha großen Flora-Fauna-Habitat-Gebietes (FFH-Gebiet) „Dünen bei Kattbek“ wurden dem „Naturschutzverein Altenkattbek e.V.“ zur Pflege bereitgestellt. Das FFH-Gebiet ist bodenkundlich durch große Sanderflächen des Weichsel-Glazials gekennzeichnet. Nacheiszeitlich hat sich eine Binnendünen-Heidemoorlandschaft mit bodensauren Wäldern und kleineren Moorbereichen in flachen Senken entwickelt.

In Altenkattbek müssen zunächst die verschiedenen Lebensräume erhalten werden, um auch die Artenvielfalt (Biodiversität) erhöhen zu können. Die Heideflächen und Borstgrasrasen werden hier durch das vorherrschende Pfeifengras stark bedrängt. Dieses bildet in ihrem Wuchs starke Bulte aus und erhöht durch große Mengen pflanzlichen Materials den Nährstoffgehalt. Gleichzeitig droht die gesamte Fläche von den Randbereichen ausgehend zu verbuschen. Durch Gehölzstrukturen in den Binnendünen werden die darunter liegenden Pflanzen zu sehr beschattet, weiterhin kommt dadurch ein noch höherer Pflanzeneintrag hinzu. Um Heideflächen und Borstgrasrasen erhalten zu können, müssen Pfeifengras und junge Bäume hier aktiv entfernt werden.

Eine weitere Bedrängung der natürlichen Vegetation stellt die Nordamerikanische Traubenkirsche (Prunus serotina) dar. Sie wurde in den 50er Jahren in Europa eingeführt, ist schnellwüchsig und breitet sich rasch aus. Um diese Art effektiv zu bekämpfen, muss der Jungwuchs über mehrere Jahre hinweg regelmäßig entfernt, und möglichst alle potentiellen Mutterbäume entnommen werden.